ESPERE-ENC - Agenda
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Ziele, Beteiligte und Arbeitsplan:
ESPERE-ENC - Das Klimainformationsnetzwerk im Detail
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Agenda ESPERE
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Ziele..
ESPERE-ENC - Klimaenzyklopädie
für den Schulunterricht
Der englische Name des Projektes:
"Environmental Science Published for Everybody
Round the Earth - Educational Project on Climate"
steht für die Idee eines globalen Klimainformationsprojektes,
das die Grundlagen und neueren Ergebnisse der Umweltwissenschaften
rund um den Erdball gleichermaßen für
die Nutzung in Schulen wie für den interessierten
Nichtwissenschaftler zur Verfügung stellt.
Die Agenda des Auftaktprojektes ESPERE-ENC ist im
wesentlichen durch den technischen Anhang zum Vertrag
mit der Europäischen Union festgelegt.
Ziele - Zusammenfassung
Das Projekt ESPERE zielt darauf ab, die Bürgerinnen
und Bürger Europas und anderer dem Projekt
beitretender Staaten über den derzeitigen Wissensstand
zu unserem Klimasystem zu informieren. Dies schließt
gleichermaßen die natürlichen Prozesse
wie menschliche Einflüsse ein und soll in einer
ebenso verständlichen wie aktuellen Weise erfolgen.
ESPERE-ENC als erster Schritt konzentriert sich
auf die Entwicklung und Anwendung von Konzepten
zur Bildung der jungen Generation in den Schulen.
Langfristiges Ziel ist es, das Verständnis
der zum Klimageschehen beitragenden Prozesse bei
allen Bürgerinnen und Bürgern zu fördern.
ESPERE-ENC ruht auf zwei tragenden
Säulen:
1) Kommunikation und Förderung
des Dialogs zwischen Wissenschaft und Schule.
2) Zusammenführen bereits verfügbarer
Materialien und Entwicklung einer aktuellen Klimaenzyklopädie
(Entwurf).
1 ESPERE wird Wissenschaftler,
Didaktiker, Betreiber von Bildungsinformationssystemen,
Lehrer und Schüler auf internationaler Ebene
zusammenbringen. Die Organisatoren werden wissenschaftliches
Basismaterial und seine didaktische Verarbeitung
zusammenführen, Unterrichtsmodelle diskutieren
und vorführen und die Anwendbarkeit einer Internet-Plattform
zu diesem Zweck demonstrieren. Sie werden Lehrer
und Schüler in den Prozess von Gestaltung und
Beurteilung des Materials einbeziehen.
2 Der Dialog soll sich am konkreten Objekt
entwickeln. ESPERE-ENC bedeutet die Entwicklung
einer Internet-Plattform und die Bereitstellung
von aktuellen Hintergrundtexten sowie Unterrichtsmaterial,
aufgeteilt in 8 thematische Felder und mittelfristig
32 Unterrichtseinheiten. Über den Projektzeitraum
hinweg wird die Optimierung der Materialbeschaffung,
das Vorgehen und die Produktbewertung durch die
Nutzer, d.h. Lehrer und Schüler, Gegenstand
ständiger Diskussion und Verbesserungsmaßnahmen
sein.
Allgemeine Ziele
ESPERE verfolgt die Idee, das wissenschaftliche
Verständnis zum Klimasystem für die Öffentlichkeit
auf einer Internet-Plattform verfügbar und
verständlich zu machen. Den zugrunde gelegten
Wissensstand spiegeln hierbei die Berichte des Intergovernmental
Panel on Climate Change (IPCC) wieder, einer Institution,
welche als Überregierungsorganisation weltweit
die Ergebnisse der Klimaforscher zu einem Gesamtüberblick
des aktuellen Wissensstandes zusammenfaßt.
(siehe http://www.ipcc.ch/)
Die Aufbereitung für den Nichtwissenschaftler
soll durch eine vereinfachte, aber dennoch wissenschaftlich
korrekte Darstellung wesentlicher Fakten erzielt
werden. Dies schließt eine gut illustrierte
Beschreibung und eine ansprechende Darstellung mit
ein. ESPERE-ENC wird Methoden diskutieren und erarbeiten,
die die Einführung der Thematik in den alltäglichen
Schulunterricht erlauben. Die Textbeiträge
werden in denjenigen Forschungsinstituten entwickelt,
die auf das jeweilige Feld spezialisiert sind. Zusätzlich
werden von Didaktikern entwickelte Arbeitsblätter
und Experimentbeschreibungen bereitgestellt. ESPERE
wird das Internet als bevorzugtes Medium nutzen,
wodurch der klassische Unterricht durch neueste
Informationen sowie anschauliche Illustrationen
ergänzt werden kann. Zudem erlaubt das Internet
eine Art von Interaktivität, die den Nutzern
die Beurteilung und Verbesserung von Unterrichtseinheiten
schon während deren Entstehung erlaubt.
Die wissenschaftlichen Ziele
von ESPERE sind:
a) eine Darstellung der Hauptprozesse,
die unser Klimasystem bestimmen, für den Nichtwissenschaftler
zugänglich zu machen und verständlich
zu gestalten.
b) die hohe Qualität der Inhalte
durch ein Reviewing-System und die Assistenz eines
wissenschaftlichen Beirates (Scientific
Advisory Board) zu gewährleisten.
c) eine zunehmende Zahl an Wissenschaftlern als
freiwillige Unterstützter zu gewinnen und Öffentlichkeitsarbeit
in der Klimawissenschaft zu fördern.
d) die Komplexität des Klimasystems
korrekt und übersichtlich in klar gegliederten
Einheiten darzustellen. Hierzu werden die Klima
bestimmenden Prozesse in acht Themenfelder und 32
Unterrichtseinheiten unterteilt. Jede von ihnen
stellt einen Prozess gesondert dar, erklärt
aber auch die Bezüge zu anderen Teilen des
Systems. Der Leser soll nicht nur den Einzelprozeß
verstehen, sondern auch die Tatsache, dass das Verständnis
des Gesamtsystems durch die komplexe Verflechtung
seiner Komponenten hohen Unsicherheiten unterworfen
ist.
e) zuverlässige und neutrale
Hintergrundinformation zu geben, einschließlich
gegebener Unsicherheiten und Uneinigkeiten innerhalb
der Wissenschaftsgemeinde. Dem Leser sollen die
Ursachen für scheinbar widersprüchliche
Aussagen in diversen Medien erklärt werden,
deren Fokus oft auf einer extremen Darstellung zukünftiger
Szenarien liegt. Der Leser soll die Hintergründe
von Gesichertem und Ungesichertem verstehen ohne
sein Vertrauen in die Wissenschaft zu verlieren.
f) ältere Informationen durch
den jeweils aktuellen Stand zu ersetzen und den
Inhalt gebräuchlicher Schulbücher durch
neuere Daten zu ergänzen.
g) einen Führer durch vorhandene
Informationen im Internet zu bieten und die Qualität
solcher Referenzen zu beurteilen.
Die pädagogischen und bildungspolitischen
Ziele von ESPERE sind:
a) In ESPERE-ENC soll dem Schüler
ein aktuelles Bild des Klimasystems und seiner möglichen
Veränderungen in der Zukunft gegeben werden.
Hierbei gilt es einerseits, eine Gleichgültigkeit
gegenüber der Thematik des Klimawandels und
seiner menschgemachten Beeinflussung abzuwenden,
und andererseits, apokalyptische Schreckensszenarien
durch die Brille wissenschaftlicher Sachlichkeit
zu betrachten.
b) Die enge Kooperation von Wissenschaftlern,
Pädagogen und Medienexperten soll eine exzellente
Aufbereitung der Thematik für die Zielgruppe
gewährleisten. Didaktikern und Schulbuchautoren
im Konsortium von ESPERE-ENC soll ein pädagogischer
Beirat zur Seite gestellt werden. Die Erarbeitung
des begleitenden Unterrichtsmaterials erfolgt in
universitären Didaktikinstituten.
c) ESPERE-ENC gewährleistet,
dass alle interessierten Schulen von dem erstellten
Material profitieren können. Die Texte und
Arbeitsblätter werden als Kopiervorlage, CD-ROM
(zum Selbstkostenpreis + Versand), Downloadversionen
und Internetversionen erstellt.
d) ESPERE-ENC konzentriert sich
insbesondere auf die Förderung des Internet
basierten Unterrichts und der Ausschöpfung
der Möglichkeiten, die Visualisierung und Interaktivität
in diesem Medium bieten. Navigationssysteme und
Dateiverwaltung liegen in den Händen von Medienexperten,
die mit den Entwicklern der Inhalte kooperieren.
Textunterstützende Graphiken und Animationen
werden von Webdesignern entwickelt.
e) In ESPERE-ENC erstellte Unterrichtseinheiten
sollen den Realitätsbezug der im naturwissenschaftlichen
Unterricht erarbeiteten Theorie verdeutlichen. Nach
dem Konzept der didaktischen Integration wird kleinen
Modulen der Vorzug gegeben, in denen die praktische
Anwendung im Klimasystem direkt an einen theoretischen
Abschnitt gekoppelt werden kann. Die Notwendigkeit,
zuvor tiefer in den klimawissenschaftlichen Hintergrund
einzusteigen, wird weitestgehend vermieden. Dennoch
wird zu einer überblicksartigen Betrachtung
des Gesamtsystems eingeladen.
f) ESPERE-ENC fördert in besonderem
Maße die aktive Teilnahme von Lehrern und
Schülern am Entwicklungsprozeß, wo immer
die technischen Voraussetzungen in den Schulen gegeben
sind. Ein Schulwettbewerb wird das Projekt einleiten
und die Kommunikation mit Schulen wird von Beginn
an gefördert. Moderierte interaktive Hilfsmittel
wie Foren und Chat erlauben Lehrern und Schülern,
Fragen zu stellen, Kritik zu üben und eine
Beurteilung von Inhalt und Gestaltung der einzelnen
Unterrichtseinheit vorzunehmen.
g) ESPERE soll die internationale
Kommunikation im Bildungsbereich fördern und
wird internationale Schulprojekte begleiten.
Produktpräsentation:
Das Basisprodukt wird nach
zweijähriger Entwicklungszeit und Erprobungsphasen
im Schulunterricht präsentiert: eine kurze
Enzyklopädie des Klimasystems, gegliedert in
8 Themenfelder zu je 3-4 Unterrichtseinheiten, entwickelt
in zwei Lernniveaus für Schüler der Altersgruppen
13-15 und 16-18 Jahre.
In einer Schlüsselinitiative
EU-Ost wird für die mitteleuropäischen
Staaten Polen und Ungarn ein spezieller Führer
"Klimawissenschaften lehren" in der Landessprache
entwickelt, der als englische Masterversion auch
für eine Übersetzung in weitere Sprachen
zur Verfügung steht. Praxis vor Ort ist Leitmotiv.
Fortschritte und Erfahrungen aus dem Projekt werden während mehrerer Konferenzen diskutiert und in einem Zwischenbericht und einem Abschlußbericht dokumentiert.
Mitgliedschaft..
Der Leitgedanke von ESPERE ist es,
eine für jedermann offene Gemeinschaft zu bilden,
in der die Grundidee des Austausches von Wissenschaft
und Bevölkerung von beiden Seiten gepflegt
wird. Zugleich muss aber gewährleistet sein,
dass die bereitgestellte Information durch strikte
Kontrolle eine hohe Zuverlässigkeit behält.
Hieraus ergeben sich verschiedene Arten der Unterstützung
mit unterschiedlichen Möglichkeiten zum persönlichen
Beitrag:
a) Die Gruppen und Beiräte
der inneren ESPERE Gemeinschaft:
Vorstand, Wissenschaftlicher
Beirat, Didaktischer Beirat, Entwickelnde Konsortien,
reguläre Mitglieder
b) Die Vertreter der nationalen
Bildungssyteme:
Didaktikinstitute, Ausbildungszentren,
Betreiber von Bildungsservern, Lehrer und Schüler
c) Die Vertreter aus Wissenschaft
und Forschung:
Forschungsinstitute, internationale
und Regierungs-Organisationen
d) Unterstützter und Nicht-Wissenschaftler
Die innere ESPERE Gemeinschaft
ESPERE wird als Gesellschaft gegründet
und wird von einem Vorstand geleitet. Ihre rechtlichen
Vertreterinnen und Vertreter sind an Statuten gebunden.
Das Vorhaben ESPERE-ENC wird als Auftaktprojekt
in Anbindung an diese Organisation ESPERE realisiert,
in Kooperation von Wissenschaftlern und Vertretern
der Bildungssyteme. Die Erschließung von Wegen
für eine Fortführung und Ausweitung des
Netzwerkes sind Teil der Aufgabe von ESPERE.
Dem Vorstand und den Editoren von
ESPERE-ENC steht ein wissenschaftlicher Beirat zur
Seite, dessen Mitglieder erfahrene Forscher sind.
Ein für wissenschaftlicher Publikationen übliches
Qualitätskontrollsystem basierend auf externer
Begutachtung durch Kollegen (peer-reviewing) wird
eingeführt. Weiterhin soll den Editoren ein
didaktischer Beirat zur Seite stehen, dessen Mitglieder
über die Dauer von ESPERE-ENC hinweg angeworben
werden.
Vertreter aus Wissenschaft und Bildung
können die Projekte von ESPERE auf freiwilliger
Basis als Mitglieder unterstützen und fachliche
Beiträge zum Netzwerk leisten. Sie beteiligen
sich an der Wahl der rechtlichen Vertreter und der
Entscheidungsfindung. Oberstes beschlussfassendes
Gremium ist die Generalversammlung der Mitglieder.
Vertreter nationaler Bildungssysteme
Didaktikern und Lehrern stehen die
Mitgliedschaft ebenso offen wie die Rolle des Nutzers.
Als Nutzer sollen sie über Bildungsserver,
Fachzeitschriften und auf direktem Wege angesprochen
werden. Innerhalb von ESPERE-ENC ist zusätzlich
eine Entwicklung medialer Konzepte für den
Unterrichtseinsatz durch kleine Unterverträge
als Pilotprojekt in Deutschland und Polen vorgesehen.
Geworbene Mitglieder, Unterstützer und Nutzer
können über den zweimal monatlich elektronisch
verschickten Newsletter informiert werden. Kooperationen
von Lehrern mit ESPERE werden von den nationalen
Vertretern im entwickelnden Konsortium organisiert.
Vertreter aus Wissenschaft und
Forschung
Reviewer und Vertreter des wissenschaftlichen
Beirates werden aus der Forschergemeinschaft geworben.
Die unmittelbare Anbindung von ESPERE-Projekten
an die Wissenschaft und die Gewähr für
zuverlässige und aktuelle Information soll
dadurch garantiert werden, dass die Organisatoren
vorwiegend selbst in die Forschung involviert sind.
Sie sollten in Forschungseinrichtungen ansässig
sein und das Projekt ESPERE nicht nur in internen
Workshops vorantreiben sondern auch auf wissenschaftlichen
Konferenzen vorstellen und im Dialog bleiben.
Unterstützer und Nicht-Wissenschaftler
Wenngleich die Verantwortlichkeit
für Projekte und Publikationen von ESPERE die
Mitgliedschaft auf einen Personenkreis mit entsprechender
Fachkenntnis beschränken muss, hat jedermann
die Möglichkeit zum Netzwerk beizutragen und
es zu nutzen, sofern die in den Statuten vorgegebenen
Ziele nicht missachtet werden. ESPERE arbeitet mit
freiwilligen Unterstützern zusammen, die mit
Übersetzungen, Webdesign, Internetrecherchen,
Vermittlung und anderen Tätigkeiten die Idee
eines weltweiten Klimainformationsnetzwerkes fördern
möchten.
Arbeitsplan..
Ziel
Ziel des Projektes ESPERE ist es, das öffentliche Bewußtsein und allgemeine Verständnis durch die Entwicklung eines informativen Bildungsnetzwerkes für den Gebrauch im Schulunterricht, aber auch für eine breitere Öffentlichkeit zu erhöhen. ESPERE-ENC als Auftaktprojekt soll die Integration des interdisziplinären Fachgebietes ‚Klimawissenschaft‘ in Schulstunden ermöglichen. Der aktuelle Stand der Forschung wird in kleinen Textbausteinen dargestellt, die auch für die breite Öffentlichkeit von Interesse sind. Ergänzt werden die Texte durch Arbeitsblätter und experimentelle Beschreibungen., sowie Unterstützungen zur curricularen Anwendung. Das Ergebnis sind Unterrichtseinheiten, die dem Prinzip der didaktischen Integration folgend, entweder separat genutzt werden können, um die Anwendungen eines bestimmten Unterrichtsthemas im Bereich Klimaforschung zu erläutern (z.B. Thema: Kondensation, Anwendung: Wolkentropfenbildung) oder aber mehrere Einheiten werden zu einer Unterrichtsreihe kombiniert um den Einblick in die Klimathematik zu vertiefen. Diese Integration in den Unterricht wird zunächst in 7 Europäischen Ländern realisiert: Frankreich, Deutschland, Ungarn, Norwegen, Polen, Spanien und Großbritannien. ESPERE-ENC arbeitet darauf hin, eine Erweiterung des Netzwerkes auf andere Staaten einzuleiten, zu koordinieren und zu fördern.
Medien
Aufgrund seiner Flexibilität und dem zunehmenden Bedeutungsgewinn dieses Mediums, sowie der erreichbaren Aktualität der Inhalte, konzentriert sich ESPERE vor allem auf das Lernen mit dem Internet und bietet zeitgemäße Anwendungen und Hilfsmitteln hierfür. Weitere Dokumentationen der Inhalte in Form von CD-ROMS, herunterladbaren Texten und auf Wunsch zum Selbstkostenpreis zustellbaren Kopiervorlagen stehen jedoch zur Verfügung.
Definition der Zielgruppe
Die Unterrichtseinheiten werden auf zwei Lernniveaus entwickelt, für Schüler der Altersgruppen 13-15 Jahre, bzw. 16-18 Jahre. Erstere Einheiten sind für die Anwendung in allen Schulformen gedacht, letztere mehr auf die gymnasiale Oberstufe ausgerichtet. Längerfristiges Ziel von ESPERE ist es, die Seite zu einem Internet-Atlas des Klimasystems zur Nutzung für alle Bürgerinnen und Bürger auszubauen.
Inhalte und Umfang:
Der Inhalt wird in acht Themenfeldern entwickelt, die Schlüsselprozesse im Klimasystem beschreiben:
1) Troposphärische Prozesse
2) Stratosphärische Prozesse
3) Stadtklima und menschliche Emissionen
4) Wetter und globale Strömungen
5) Aerosole und Wolken
6) Ozeanographie
7) Klimaeinflüsse auf die Landwirtschaft
8) Menschliche Klimaeinflüsse: Szenarien, Auswirkungen und Vermeidung
Die Textentwicklung ist den Partnern im entwickelnden Konsortium zugeordnet, die auf das jeweilige Gebiet spezialisiert sind. Die Themenfelder werden in der ersten Entwicklungsstufe in zunächst 2-3, später in 3-4 Unterrichtseinheiten unterteilt, ausgelegt auf 2-4 Schulstunden je Einheit. Das Volumen einer Einheit umfaßt 2-4 Seiten Hintergrundtext und 2-3 Seiten Arbeitsblätter, Aufgaben oder auch Experimentalanleitungen für jeden der beiden Lernlevel. Jede Webseite sollte im Mittel durch 2-3 Illustrationen Veranschaulichungen liefern und eine DIN A 4 Seite an Reintext nicht überschreiten. Dieses Arbeitsmaterial ist als Gerüst für alle beteiligten Sprachen vorgesehen und kann lokal erweitert werden, abhängig von Beiträgen und Unterstützung durch Lehrer und Schüler in den jeweiligen Ländern.
Integration in den Unterricht
ESPERE Unterrichtseinheiten sind miteinander verknüpft, aber sie sollen unabhängig voneinander einsetzbar sein. Als Anwendungen zur Theorie können sie in das jeweilige nationale Curriculum integriert werden, ohne das weitere Einheiten als Referenz herangezogen werden müßten. Um den jeweiligen Lehrern die Verknüpfung zu erleichtern, werden die Didaktiker, die mit und innerhalb von ESPERE kooperieren ein grobes europäisches Durchschnittscurriculum erstellen und mögliche Verknüpfungen zu Schlüsselthemen des Unterrichts aufzeigen.
Dennoch fördert ESPERE ausdrücklich den Gedanken, das Klimasystem als Ganzes zu verstehen, nicht nur Einzelprozesse in einzelnen Schulfächern. Um dem gerecht zu werden, werden drei Wege eingeschlagen:
a) ESPERE unterstützt eine Zusammenführung mehrere Kapitel zu speziellen Projekten im Unterricht, dort wo es gewünscht ist.
b) Eine kurze Übersicht des Klimasystems wird als Grundlage zur Verfügung gestellt.
c) Wir fördern das Erkennen einer Unterrichtseinheit im Gesamtzusammenhang visuell durch ein strukturiertes Navigationssystem. Der Schüler soll zum Weiterlesen eingeladen werden.
Internet Anwendung im Unterricht
Die Hintergrundtexte von ESPERE können als Schulbuch verwandt werden, Arbeitsblätter heruntergeladen und ausgedruckt werden, so dass ein normaler Unterricht mit aktuellem Material ermöglicht wird. Zusätzlich fördert ESPERE aber die Idee, dass Schüler wie Lehrer von den Erweiterung der Möglichkeiten durch das Internet profitieren. ‚Schulen ans Netz‘ wird gemeinsam mit Lehrern an Konzepten für den optimalen Einsatz des Computers arbeiten. Solche Konzepte und Planungshilfen, in der Unterrichtspraxis erprobt, und Berichte über positive wie negative Erfahrungen werden auf ESPERE veröffentlicht, um wiederum anderen Lehrern eine Hilfe zu sein. Lehrer-online wird die Konzepterarbeitung redaktionell begleiten und auf dem Server www.lehrer-online.de zusätzlich zur Verfügung stellen. Ein spezielles Handbuch wird in polnisch und ungarisch, sowie als englische Master-Version entwickelt, um einen Know-how Transfer zu fördern.
Interaktivität und Kommunikation
Schüler wie Lehrer sind eingeladen, Fragen zu stellen, Kritik zu üben, mit den Wissenschaftlern und Didaktikern im Entwicklungskonsortium zu kommunizieren. Hierzu stehen Forum, Chatroom und Kontakt via e-mail zur Verfügung. Sofern entsprechende Kommunikationsmittel genutzt werden können (wie z.B. Computerräume), sind sie auch eingeladen, z.B. direkt während des Unterrichts Verbesserungsvorschläge zu machen und so an der Autorenschaft zu teilzuhaben. Grundgedanke ist ESPERE als antwortendes Lehrbuch, das sich durch die Erfahrung aus der Nutzung verändert.
Management und Verwaltung durch wissenschaftliche Institute
Jedes Forschungsinstitut, das am ESPERE-ENC Netzwerk beteiligt ist, ist in zweifacher Hinsicht ein administratives Zentrum. Zunächst erstellt das Institut die Textbeiträge und Illustration zu dem Themengebiet, auf das es spezialisiert ist, und beantwortet komplexe Rückfragen hierzu. Daneben betreut es aber auch alles teilnehmenden Schulen in der entsprechenden Sprache und steht mit Schülern und Lehrern in der Landessprache im Dialog. "Übersetzen" im Sinne von ESPERE hat also eine doppelte Bedeutung: zum einen von der Wissenschaftssprache Englisch in die jeweilige Landessprache, aber auch von der Fachliteratur in eine für den Schüler verständliche Form.
Management und Verwaltung durch Didaktikinstitute
Die Übersetzung in eine verständliche Form erfordert pädagogische Begleitung. Drei Didaktikinstitute, spezialisiert auf Fächer Chemie, Physik und Geographie begleiten die Arbeit der Forschungsinstitute und ergänzen sie mit Unterrichtsmaterial (Folien, Arbeitsblätter, Experimentalanleitungen). Ungarische und polnische Untervertragsnehmer entwickeln spezielle Konzepte für ihre Länder. Entsprechend der Ausrichtung von ESPERE bringen die Didaktiker besondere Erfahrung in der Entwicklung von Internet-Anwendungen mit.
Qualitätssicherung und Beratung
Die Arbeit des entwickelnden Konsortiums wir von einem pädagogischen Beirat, bestehend aus nationalen Gruppen, und einem wissenschaftlichen Beirat, bestehend aus themenspezifischen Gruppen, begutachtet. Jeder Beitrag zum Netzwerk muß ein Begutachtungsverfahren durchlaufen und erhält danach eine Art Qualitätssiegel. Die Mitglieder der Beiräte sind auch eingeladen, aus ihren Erfahrungen Vorschläge in die Netzwerkentwicklung mit einzubringen.
Kooperation
ESPERE wird mit verschiedensten Mittlern zu Schulen und lokalen Bildungsprogrammen kooperieren (Bildunsserver, Bildungsnetzwerke, Fachgesellschaften, nationale GLOBE Zentralen, kleinere Initiativen ebenso wie staatliche Organisationen).
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